Sandras Gesamteindruck und die Anti-Spuck-Kampagne
Zuerst einmal:
auf meinem blogger-dashboard kann ich sehen, dass es zum letzten post ein KOMMENTAR gibt. Da allerdings mein blog immer noch gesperrt/geblockt ist, kann ich ihn nicht lesen....Schade!
In 3 Stunden sitzt Sandra wieder im Flugzeug auf dem Weg zurück nach England. Die letzten 2 Tage verbrachte sie in Shanghai. Die Glückliche! Ein Zimmer für 7 EUR am Bund und über 20 Grad!
Hier ist die warme Jahreszeit leider immer noch nicht angebrochen. Meine Studenten "versicherten" mir allerdings, dass es VIELLEICHT im Mai warm würde. TOLL!!!!
Nun, mich interessierte ganz besonders, was Sandra nun von China hält, ob sich das Bild, welches sie von China vorher hatte sich mit dem jetzigen deckte, bzw. in wie weit es sich veränderte. Was sie positiv überraschte - oder das Gegenteil...
Angekommen ist sie mit mit der Vorstellung, China sähe vielleicht ungefähr so aus wie Indien, aber sauberer. Die Leute seien sauber und hätten diese Eleganz, diese Estethik wie man sie aus den Filmen (Tiger und Dragon etc.) kennen würde. Ausserdem wäre das Essen bestimmt etwas anders, als man es aus den China Restaurants in Europa kennen würde.
Dieses Bild wurde zum größten Teil nicht bestätigt.
Indien ist bunt und China wirkt größtenteils grau: durch die elenden Plattenbauten und den Smoghimmel, der alles in diese eintönige, dichte Suppe taucht. Ausnahme: Hutongs in Beijing.
Die Leute sähen oft ungepflegt, schmutzig aus und viele schlechte Gerüche seien auf den Dreck zurückzuführen. Hier bezieht sie sich auf den herumliegenden Müll überall.
Von Eleganz oder Ästhetik hätte sie auch nichts bemerkt - wohl aber das nervige Geschlurfe, was scheinbar die beliebteste Gangart hier sei.
Die Toiletten seien das abartigste was sie je gesehen hätte - und mit Toiletten ohne Türen oder Rinnen, die von Toiletten Nr. 1 bis zu Toilette Nr. 5 laufen, so dass die Pisse vom ersten durch die Beine des 3. läuft hätte sie wirklich nicht mit gerechnet. Auch sei sie erstaunt, dass es den Chinesinnen nichts aus zu machen scheine, wenn andere Wartenden ihnen beim urinieren o.ä. zuschauen würden.
Diese Toiletten empfinde ich ja schon gar nicht mehr erwähnenswert, vielleicht weil ich schon vor 4 Jahren alle möglichen Varianten kennenlernte... allerdings überraschte mich, dass das Krankenhaus hier in Qinhuangdao in seinen Toiletten AUCH keine Türen hatte und zudem auch keine Seife am Waschbecken anbot. Für ein Krankenhaus empfinde ich dies echt merkwürdig. Da hätte ich anderes erwartet...(nein - wir waren nicht krank - wir brauchten nur soooo dringend eine Toilette, deshalb gingen wir ins Krankenhaus, im Glauben dort annehmbares zu finden...).
Vom lauten Heraufholen der Spucke und Ausgerotze hätte sie jetzt auch genug. Dass das permanent auf der Strasse gemacht würde, sei ja schon ekelig, aber IM RESTAURANT.... da könne einem glatt der Appetit vergehen.
Aber zum Essen: das sei lecker, und teilweise fände man sogar Speisen wieder, die man aus den Chinarestaurants in Europa kenne.
Liebe Leser!
Denkt jetzt nicht "Wow - hat Sandra einen negativen Eindruck!" - denn sie fand China schon klasse und aufregend. Der Trip zur Mauer hat ihr super gefallen, shoppen, die Tempel in Chengde, shoppen, das Ende der Chinesischen Mauer "neben meiner Haustür", shoppen, die unterschiedlichen Speisen, shoppen :)
DAS was ihr negativ auffällt, ist glaub ich zum größten Teil für viele Westler unangenehm. Aber nicht nur für Westler, sondern auch für Chinesen selbst.
So rief letztes Jahr schon die Regierung in Anti-Spuck-Kampagnen dazu auf, sich besser zu benehmen und da diese Kampagnen scheinbar nicht fruchteten (ganz offensichtlich NICHT fruchteten) drohen nun Strafen für jeden der erwischt wird.
Aber die Regierung kämpft nicht nur gegen die Spucker, um das Image Chinas für die olympischen Spiele zu verbessern, auch will sie die Bevölkerung zu mehr Umweltbewusstsein erziehen (nicht den Müll überall hinschmeißen), fluchen verbieten, in der Schlange stehen - statt vordrängeln als Standart einführen, im Restaurant nicht schlürfen und furzen - und wenn, dann solle man bitte "`tschuldigung" sagen...
Siehe auch:
http://www.usatoday.com/news/world/2006-02-08-china-manners_x.htm
http://cnn.ch/2007/TRAVEL/03/22/china.spitting.ap/index.html
Aber die Beijinger wehren sich teilweise! Keiner könne ihnen das Spucken verbieten!
Ist das der Anfang einer Revolution??
Schönes Wochenende wünsch ich euch! Ich hab gehört bei euch ist der Sommer angebrochen? Neid!!




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