Hainan - Zusammenfassung
Ach,waren das noch herrliche Zeiten!
Sich in der Sonne braten zu lassen...
und nur durch diesen schwimmen könnenden Jeep (der 1 bis 2 mal am Nachmittag Bademeister und johlende Touris transportierte) sich aufschrecken zu lassen! Denn natürlich fuhr er wild hupend aus dem Meer heraus auf den Strand - damit auch alle ihn bewundern würden!
Also, auf Hainan haben wir wirklich nichts anderes gemacht ausser gegessen und in "unserer" Bucht gelegen. Auf die Frage "Und wie war`s?"kann ich sagen, dass Sanya, der Ort im Süden der Insel Hainan (Klima wie am südlichsten Pukt von Hawaii) nicht wirklich schön ist. Auch die Strände sind, mir persönlich, zu voll, zu kommerzialisiert, zu nah an der Strasse ....
Nur die Bucht, "Yalong Wan", zu der wir an 6 Tagen gefahren sind war wunderschön. Kris fand diese 40 minütige Fahrt dort hin recht nervig - ich dagegen ganz im Gegenteil: ich genoß jedes Mal den Blick aus dem Fenster heraus auf die Reisfelder, kleinen Dörfer und Wasserbüffel, den warmen Fahrtwind im Gesicht....
An 2 Tagen konnten wir nicht zum Strand fahren... Einmal weil Kris (Anmerkung für meine mich gern ärgernde Familie: bitte beachten: Kris und NICHT ICH!) einen starken Sonnenbrand bekommen hatte. Das andere Mal hab ich wohl was falsches gegessen und musste mich nachts übergeben. Den nächsten Tag ging es mir noch recht schlecht... und das schlimmste - zumindest für Kris: die darauf folgenden 4 bis 5 Tage konnte man mich mit chinesischem Essen jagen! Ich hatte keinen Bock mehr auf diesen elenden Sojasaucengeschmack!!! Statt dessen aß ich Kekse - oder Mc Do.
Ach, und da war ja auch noch das Frühlingsfest!
Am 17. Feb. wurde Sylvester gefeiert - hinein ins Jahr des Schweins! Xin nian kuai le!!
Wir verbrachten den Abend am Strand (den, der bei uns in der Nähe war) bei einem teuren Picknick bestehend aus Käse, Brot und sogar einer Flasche guten Rotwein, die Kris nun schon mehrere tausend km transportiert hatte.
Wir genossen das Essen und das Feuerwerk welches bei einbrechender Dunkelheit begann. Mit fortschreitender Uhrzeit nahm das Geknalle zu. Immer wilder und doller wurden Raketen und Knallschlangen (keine Knallfrösche - das ist was für Kinder!) und ganze Schuhkartons mit Kanonschläge in die Luft gejagt... und da wir beide genug davon hatten, verschwanden wir in die sicheren Gefilde unsere Unterkunft.
Um 0 Uhr befanden wir uns dann im absoluten Kriegsgebiet und Kris glaubte mir endlich, dass die Chinesen Weltmeister im Knallen sind! Mit solch einem Lärm hatte er nicht gerechnet - und vor allem nicht, dass dieser Lärm Stunden andauern würde. Und erst recht nicht damit, dass an den darauffolgenden Tagen weiter geknallt wurde. Nicht nur tagsüber sondern besonders nach Anbruch der Dunkelheit versammelten sich die Menschen auf der Strasse um ihr Feuerwerk zu zünden - und sich mit dem Nachbarn zu messen.
Selbst, heute, am 26. Februar in Qinhuangdao höre ich zu morgendlicher Stunde noch die Knaller!
Am 19. flogen wir die ca. 3000 km (?) nach Beijing für einen super Preis - 80 EUR pro Person. Wir hatten sogar einen Flug von Sanya - brauchten also nicht erst mit dem Bus 3 Stunden nach Haikou fahren. Das war echt super praktisch.
Zum Abschluss wurden wir noch einmal übers Ohr gehauen:
Man sagte uns (im Hotel und auch im Flugbüro) dass ein Taxi vom Hotel zum Flughafen 50 Kwai kosten würde. Der Taxifahrer wollte dann aber 80 haben, ich bat ihn doch einfach den Taxometer anzustellen - dann spare man sich das ganze gehandel - doch er weigerte sich... Also handelte ich ihn auf 50 runter. Wir fahren los, er schaltet den Taxometer an und als wir am Flughafen waren zeigt die Anzeige 27 Kwai - bezahlen mussten wir natürlich den vereinbarten Preis: 50 Kwai.... Fies oder?
(Übrigens gibt es (noch) keine Busse zum Flughafen).

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